Sonderausstellung der TU Freiberg – 150 Jahre Periodensystem

Zum internationalen Jahr des Periodensystems der Elemente hat die TU Bergakademie Freiberg eine besondere Ausstellung konzipiert. Diese zeigt die bedeutende Rolle der Universität, an der mehrere Elemente entdeckt wurden. Eröffnet wird die Ausstellung am 3. Dezember in der Universitätsbibliothek.

2019 feiert das von den Chemikern Dmitri Mendelejew und Lothar Meyer entwickelte Periodensystem der Elemente (PSE) seinen 150. Geburtstag. Der Technische Universität Bergakademie Freiberg kommt in diesem Kontext eine ganz besondere Rolle zu. Durch Freiberger Professoren und Absolventen wurden nämlich gleich vier chemische Elemente entdeckt. Am bekanntesten sind wohl die Entdeckungen des Indiums im Jahr 1863 durch Ferdinand Reich und Theodor Richter sowie des Germaniums im Jahr 1886 durch Clemens Winkler.

Wenig bekannt ist jedoch, dass auch internationale Absolventen der Bergakademie zwei chemische Elemente entdeckten. Die beiden aus Spanien stammenden Brüder Fausto und Juan Jose Delhuyar, die von 1778 bis 1781 in Freiberg studiert hatten, entdeckten zwei Jahre später in Vergara das Element Wolfram. Das Erz dafür stammte übrigens aus Zinnwald. Ein weiterer Verdienst Fausto Delhuyars ist die Gründung der Bergakademie im damaligen Neu Spanien, in Mexiko-Stadt. An diese Bergakademie ging später ein weiterer spanischer Absolvent der Freiberger Bergakademie: Andrés Manuel del Río. Er entdeckte dort das Element Vanadium.

Diesen vier „Freiberger Elementen“ widmet die Universitätsbibliothek ihre neue Ausstellung. Eröffnet wird sie am 3. Dezember ab 18 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Edwin Kroke im Agricolasaal der Universitätsbibliothek. Bis Ende März 2020 können sich interessierte Besucher/innen über „Entdeckungen – die Bergakademie und das Periodensystem der Elemente“ informieren.

Weitere Informationen auf der Website der TU-Freiberg

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