Aufschluss 3-2020 – Abstracts

Ulf THEWALT & Gerda DÖRFNER
Die vielfältigen Formen von Magnetiteinschlüssen in Obsidian – Beobachtungen an Material von den Glass Buttes (Oregon, USA) 

Im Obsidian von den Glass Buttes in ZentralOregon kommen verschiedenartige Typen von Magnetiteinschlüssen vor. Neben isolierten Körnchen und den wie vielarmige kleine Organismen aussehenden Trichiten fallen Anordnungen aus parallel orientierten Magnetitfäden ins Auge. Auf ihnen sitzende Magnetitkörner geben den Gebilden das Aussehen von Perlenketten. Auch folienartige Magnetitabscheidungen sind zu erwähnen.

Johannes BAIER
Der Cannstatter Travertin

Der Cannstatter Travertin ist ein poröser Kalkstein, der während des Quartärs durch Mineralquellen auf verschiedenen NeckarTerrassen abgeschieden wurde. Aufgrund der geologischen Befunde lassen sich unterschiedliche Alter der einzelnen Travertin-Vorkommen unterscheiden (Cromer-Warmzeit, Holstein-Warmzeit, Eem-Warmzeit, Holozän). Der dekorative Naturwerkstein wird seit langem als Baumaterial, Fassadenbekleidung sowie als attraktives Architekturelement genutzt. Die vorliegende Arbeit möchte einen kurzen Überblick zum Cannstatter Travertin geben.

Werner SIMON & Diether GRÄF
Nachlesefunde von der Rekultivierungs-Halde der Grube Wolfsberg (Richelsdorfer Gebirge)

Im Zuge der Rekultivierung der Halde Grube Wolfsberg im Richelsdorfer Gebirge konnte der Erstautor einige Eimer höffigen Abraums gewinnen. Nach dem Reinigen ergaben sich einige interessante Mikro-Stüfchen, die analysiert wurden. Es konnten verschiedene Sekundärmineralien bestimmt werden: Erythrin, Kankit, Kobaltkoritnigit, Smolyaninovit, Moorhouseit, Skorodit und Pitticit.

Peter PRÜFER
Mineralien der Insel Zypern (5) 

Dieser Artikel berichtet über weitere Neufunde aus dem Steinbruchgelände in der Umgebung von Larnaka/Troulli auf der Insel Zypern. Er stellt eine Fortsetzung und auch eine Ergänzung zu den bereits früher beschriebenen Mineralien dar.

Thomas PAWELLEK & Jens EDELMANN
Ein Riss und seine Folgen: Die Vulkane vom weißen Dach Afrikas bis zu den höllischen Tiefen Danakils in Ostafrika

Das ostafrikanische Rift-Valley ist ein Gebiet der vulkanischen Superlative und erfährt gerade in den Bereichen Tansania und Kenia eine zunehmende touristische Bedeutung. Dies schlägt sich auch in der stetig ansteigenden Zahl von Veröffentlichungen und thematischen Reiseführern nieder. Leider werden meistens die Themen „Geologie“ und „Vulkanismus“ entweder ausgeklammert oder nur sehr kurz abgehandelt. Die Autoren wollen diese Lücke schließen und beschreiben die wichtigsten touristisch erschlossenen Vulkane Kilimandscharo (der höchste freistehende Vulkan der Erde),
Mount Meru (produzierte die größte bekannte Glutlawine) und Mount Kenya (der wohl in seiner aktiven Phase den Kilimadscharo an Höhe noch übertroffen hatte). Dazu zählen auch der Nyiragongo und der Erta Ale. Leider ist es durch die politischen Situationen in der DR Kongo bzw. Äthiopien weiterhin schwierig, diese zu besuchen oder zu besteigen, aber aufgrund der Besonderheit der Vulkane (größter bzw. stärkster veränderlicher Lavasee der Welt, schnellste fließende Lava der Welt) sollen diese aber dennoch hier beschrieben werden.

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